Er sah die Boeing 767, als der Morgen dämmerte. Vielleicht hundert Meter tief, direkt über dem Los Angeles International Airport. So nahe, dass Michael Flores am Vordersitz seines Feuerwehr-Trucks fast jedes Detail erkennen konnte. Vor ein paar Minuten hatte ihr Kapitän einen Notruf an die Flugverkehrskontrolle am LAX abgegeben: linkes Triebwerk defekt, Notlandung unvermeidbar.
Der Tiefflug war eine taktische Entscheidung. Die Einsatzkräfte sollten vom Boden aus den Schaden begutachten, den der Pilot im Cockpit nicht sehen konnte. Da war nur ein Haken: Für Flores sah der Radkasten ganz normal aus. „Gar nicht gut“, sagte der Feuerwehrmann rechts von Flores.
Die Boeing 767 von der FedEx-Frachtflotte befand sich eigentlich auf dem Weg nach Newark, New Jersey. Mit der gesamten Fracht an Bord wog sie mehr als 180 Tonnen.
Flores, 51, war erst kurz davor nach dreißig Dienstjahren beim LAFD, dem Los Angeles Fire Department, zur ARFF gestoßen, der Eliteeinheit Aircraft Rescue and Firefighting am LAX.
In Gedanken spielte er jetzt einen Fall von vor ein paar Jahren durch: Damals musste ein JetBlue-Flug von Burbank nach New York am LAX notlanden. Beim Aufsetzen auf die Landebahn stand das vordere Fahrwerk quer, und bis das Flugzeug zum Stillstand kam, waren die Vorderräder verbrannt und das Fahrwerk kaum mehr als ein schwelender Metallstumpf. Trotzdem hatte es keine Verletzten gegeben. Und heute? Als die 767 auf der 3940 Meter langen Landebahn 25R aufsetzte, schlug das linke Triebwerk auf die Landebahn auf, und sofort sprühten Funken eine leuchtende Spur durch die Dunkelheit.
Das Startsignal für Flores und den Rest des ARFF-Teams der Station 80: Sechs riesige Feuerwehrautos – 1,2 Millionen Dollar teure grüne Monster namens Panther, von der österreichischen Firma Rosenbauer speziell für den LAX adaptiert, rasten jetzt auf die Startbahn. Vor Ort teilten sich die Feuerwehrleute in mehrere Teams auf: Eines holte den unverletzten Piloten mit einer Rettungstreppe aus dem Cockpit. Ein anderes kümmerte sich um den Co-Piloten, der sich in Panik an einer verknoteten Nylonschnur aus dem Fenster abseilen wollte. Dass er dabei den Halt verlor und sich beim Aufprall auf den Beton am Bein verletzte, war zweifellos unangenehm für ihn.
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Aber ein vergleichsweise glimpflicher Ausgang des befürchteten Albtraumszenarios mit hunderten Toten und Schäden in Milliardenhöhe. Flores und seine Leute bereiten sich dennoch Tag für Tag auf die ultimative Katastrophe vor. Während die anderen Feuerwehreinheiten der Umgebung – davon zwei in unmittelbarer Nähe des LAX – für medizinische Notfälle und Brände innerhalb der acht Flughafen-Terminals zuständig sind, ist die Station 80 nur auf eine Art von Einsätzen spezialisiert: den Schutz der rund 700.000 Flugzeuge, die jedes Jahr den LAX passieren. Ausgelaufener Treibstoff, Rauch im Cockpit, ein seltsamer Geruch: Diese Warnzeichen können binnen Sekunden zu lebensbedrohlichen Feuersbrünsten führen.
Deshalb patrouilliert die Elite-Crew rund um die Uhr durch die labyrinthartigen Korridore der Start- und Landebahnen, stets bereit zum sofortigen Eingreifen. „Am LAX musst du immer zu hundert Prozent fokussiert sein“, sagt Leonard Sedillos, ein sanftmütiger Kumpeltyp in der rauen Schale eines abgebrühten Feuerwehr-Profis, „denn deine ganze Karriere kann an einem einzigen Einsatz gemessen werden.“ Sedillos ist einer von mehreren Feuerwehrhauptleuten in der Station 80 und wacht mit der Selbstlosigkeit einer Glucke über seine Jungs.
Deine ganze Karriere kann an einem einzigen Einsatz gemessen werden.
Auch wenn Zwischenfälle selten vorkommen, sind er und sein ARFF-Team dank der Kombination aus perfekt abgestimmtem Teamwork, hochmoderner Ausrüstung und jahrelanger Erfahrung für jeden vorstellbaren Unfall gerüstet – bis hin zur gigantischen Massenkatastrophe, die eine Stadt oder ein Land für Generationen prägen könnte.
Präventionsarbeit und Katastrophentraining finden weitgehend im Verborgenen statt. Sie sind der Garant dafür, dass der Ernstfall niemals eintritt und jedes Jahr Millionen Passagiere sicher an ihr Ziel kommen.
When night falls, LAX turns into a miasma of inky blackness; the only lights visible are those on the ends of a plane’s wings and occasionally in the nose gear.
Er ist für sie das wohlgeordnete, friedliche Gegenstück zur chaotischen „roten Welt“ außerhalb der Flughafenzäune, zum Moloch L. A. mit seinen Obdachlosenlagern, Autounfällen und Verbrecher-Verfolgungsjagden. „Die rote Welt ist die Hölle“, sagt Flores’ Kollege Billy Barnes, Flugzeug-Nerd von Geburt an und Feuerwehrmann seit 21 Jahren.
„Alle meine Kumpels wären lieber hier am LAX als draußen“, sagt er. Sein erster Stützpunkt war die Station 94 im sogenannten „Jungle“. Mitte 2021 landete Barnes auf Station 80, wo er am liebsten den Rest seines Berufslebens verbringen würde. Der Afroamerikaner, der mindestens zehn Jahre jünger aussieht, als sein Personalausweis behauptet, ist Amateurfilmer und wandelndes Archiv der Einheit. In seiner Freizeit baut er Flugzeugmodelle für Sicherheits-Tutorials, rahmt Schwarz-Weiß-Fotos historischer Einsätze oder bewahrt die schlimmsten Flugzeugunfälle der Geschichte vor dem Vergessenwerden. Etwa mithilfe seiner Fotosammlung in der Ecke des Besprechungssaals, in dem er dreißig Jahre alte Zeitungsausschnitte aufgehängt hat: „Pilot tot, viele vermisst nach Feuer-Inferno in L. A.!“
Aber das war nicht das Schlimmste. Den Feuerwehrleuten, die damals Dienst hatten, war ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Sie hatten in der Hektik ein Opfer übersehen, das auf die Rollbahn geschleudert worden war, und überrollten es mit ihrem Feuerwehr-Truck. Bei der Autopsie wurde später fest gestellt, dass die Person zu dem Zeitpunkt noch gelebt hatte.
Über Traumata wie dieses reden die harten Jungs nicht gerne. Aber das heißt nicht, dass alle Einsätze spurlos an ihnen vorübergegangen sind. Barnes bekam zum Beispiel nie den Absturz einer Asiana-Airlines-Maschine am 6. Juli 2013 am San Francisco International Airport aus dem Kopf. Das Heck der Maschine war gegen eine Mauer geprallt und das Flugzeug in zwei Teile zerbrochen, drei Tote und 187 Verletzte waren zu beklagen.
„Manchmal hört man von Kollegen, die in Depression verfallen oder sich das Leben nehmen, weil sie eine falsche Entscheidung getroffen haben“, sagt Barnes. „Dabei kann jedem mal ein Fehler passieren. Aber kein Fehler passiert uns zweimal, denn wir lernen aus unseren Lektionen.“
Wer hier bei uns anruft, hat normalerweise ein wirklich ernstes Problem.
Das ist aber nicht der einzige Grund, warum die Feuerwehr-Profis „ihren“ Flughafen als Ruheoase innerhalb einer verrückten Welt empfinden. Warum sie den LAX (wohl auch wegen der Farbe ihrer Rosenbauer Panther) „grüne Welt“ nennen.
Michael Flores, der nach 30 Dienstjahren beim Los Angeles Fire Department zur ARFF gestoßen ist.
The ARFF squad trains obsessively for the disaster they hope never strikes at LAX. But if it does, they’ll be ready.
Die Garantie dafür ist permanentes Training. An einem heißen, wolkenlosen Tag im November 2021 machen sich mehrere Mitglieder der ARFF-Station 80 auf den Weg zum Flughafen von San Bernardino, hundert Kilometer östlich der Feuerwache. Hier trainieren oft Feuerwehr-Teams aus der ganzen Welt, etwa aus Nigeria, Kanada oder Deutschland. Ein Dunstschleier bedeckt die nahe gelegenen San Bernardino Mountains, und am Programm steht ein sogenannter „live fire burn“.
Auf einer riesigen Betonfläche, in der Nähe von zwei riesigen Lagerhäusern, stehen mehrere Reihen ausgemusterter Flugzeuge, bereit für die Schlachtbank – der Schauplatz für die heutige Schulung: zwei leere Flugzeughüllen. Das größere Wrack liegt in einer kreisförmigen, mit Steinen gefüllten Grube von 16 Meter Durchmesser, gemeinsam mit 78 Gasleitungen, die unterirdisch mit einem 113.000 Liter fassenden Flüssigpropantank verbunden sind. Auf Kommando der diensthabenden Test-Ingenieure geht die Grube in Flammen auf.
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Sofort lodert rund um das Flugzeug eine sechseinhalb Meter hohe Flammenwand auf und frisst sich durch das Flugzeug. Jetzt muss sich eine Sechs-Mann-Kolonne von Feuerwehrleuten in den überdimensionalen Ofen wagen, geschützt durch feuerfeste Anzüge und mit Atemgeräten ausgestattet. Das Team schließt einen Schlauch an den Rosenbauer Panther, rückt weiter Richtung Brand vor und löscht die Flammen.
Heute kommt dabei nur Wasser zum Einsatz, aber im Falle eines realen Brandes wären Polyfluoroalkyl-Substanzen oder PFAS die bessere Wahl. Der sogenannte „forever foam“, ein chemisches Brandbekämpfungsmittel, bindet den Sauerstoff, das Lebenselixier der Flammen. In seltenen Fällen wird auch eine teure und hochgiftige Verbindung namens Halotron eingesetzt. Ihr Vorteil: Wird sie bei einem Cockpit-Brand eingesetzt, kommen empfindliche elektrische Geräte nicht zu schaden.
Jeder der sechs grünen Lastwagen der Station 80 führt 10.000 Liter Wasser und weitere 1000 Liter PFAS mit. Wie der Stachel eines Skorpions sitzt ein zwei Meter langer, ausfahrbarer Geschützturm auf dem Dach des Trucks, der ein Loch durch Metall schlagen kann – etwa, um die Hülle eines Flugzeugs zu öffnen. Durch den Hohlraum können die Feuerwehrleute dann Wasser oder Schaum ins Innere pumpen.
Wissen ist Speed. Und Sekunden können, wie Gonzalez seinen jüngeren Teamkollegen gern eintrichtert, in einem Einsatz den Unterschied machen. Als Faustregel gelten dabei 90 Sekunden: So lange haben die Einsatzkräfte im Schnitt Zeit, bevor ein Brand im Flugzeug den gesamten vorhandenen Sauerstoff zum Atmen verbraucht hat. Gelingt die Rettung nicht schnell genug, könnten Menschen sterben – als Erstes die Alten, die Gebrechlichen, die Menschen mit einem Handicap. Und manchmal auch Feuerwehrleute. Sogar ein Training kann zum Ernstfall werden. So erlitt vor ein paar Jahren ein Feuerwehrmann während einer Ausbildungseinheit in San Bernardino einen Herzinfarkt. Zum Glück retteten ihm seine Teamkollegen das Leben.
Das Cockpit des Panthers ist mit umfangreicher Technik zur Kommunikation und Brandbekämpfung ausgestattet.
Als einer der Verantwortlichen ist heute auch Hauptmann Leonard Sedillos am Trainingseinsatz in San Bernardino beteiligt. Aufgewachsen in einer Familie von Feuerwehrleuten, wusste Sedillos schon als kleines Kind, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten wollte. Zu dessen Zeit mussten die Feuerwehrleute der Gefahr noch mit vergleichsweise rustikaler Ausrüstung ins Auge blicken. Nicht selten traf man damals Kollegen, deren Ohren infolge übermäßiger Hitzeeinwirkung halb abgeschmolzen waren. Atemschutzgeräte oder feuerfeste Anzüge gab es schlicht nicht, und an den Füßen trug man normale Stiefel – keine Stahlkappenstiefel wie heute.
Nur das Berufsethos ist dasselbe geblieben: Pflicht, Ehre, Gemeinschaft. Sedillos verbrachte seine Kindheit in der Station seines Vaters, wo die Kollegen zur Familie gehörten und Tragödien und Triumphe miteinander durchlebt wurden. Heute verbringt Sedillos seine Nachtschichten sowohl in der „roten“ als auch in der „grünen“ Welt. Die Überstunden helfen ihm, seine Zwillingsmädchen durchs College zu bringen.
Zwei Wochen später treffen wir die Crew wieder am LAX. Die Stimmung ist entspannt, trotzdem sind alle einsatzbereit. Es sind andere Zeiten, doch eine Familie ist Sedillos’ Team noch immer. Jedes Mitglied arbeitet in Schichten von 48 Stunden, verbringt also ein Drittel seines Lebens zusammen mit den anderen auf der Wache. Beim Kochdienst wechselt man sich ab, heute gibt es Pulled-Pork-Sandwiches, frisches Obst und Schokoladenkuchen. „Das mag hier recht gemütlich aussehen“, sagt Sedillos, „aber wir sind jede Sekunde bereit für den Ernstfall, für eine Megakatastrophe.“
Denn jeder hier – Flores, der gerade über Football spricht, Billy Barnes, der lachend einen seiner legendären Witze reißt – hat schon Leben gerettet, Bewusstlose wiederbelebt, Schwerverletzte und Tote aus brennenden Wracks geschnitten.
Draußen starten und landen die Flugzeuge, das Brummen der Düsentriebwerke verblasst zu einem angenehmen Hintergrundgeräusch. Flores verbeißt sich in sein Sandwich. „Wer hier bei uns anruft, hat normalerweise ein wirklich ernstes Problem. Und bei dem können wir ihm helfen, weil wir die Ausrüstung und Erfahrung dafür haben. Das ist ein gutes Gefühl.“
Guzman, das dienstälteste Mitglied des ARFF-Teams, gibt seinen jungen Kollegen trotzdem gerne eine Warnung mit auf den Weg: dass die Dinge nicht immer so laufen, wie sie sich das erhoffen. Immer wieder ertappt er sich dabei, an jenen Februartag des Jahres 1991 zurückzudenken.
Wissen ist Speed. Und Sekunden können im Ernstfall den Unterschied ausmachen. Das ist das Wichtigste, was man am Airport wissen muss.
„Vergesst nie, dass jede Sekunden zählt. Und dass Menschenleben davon abhängen, dass ihr euren Job perfekt macht“, sagt er. Es ist die Überzeugung, die alle diese Feuerwehrleute hier im Raum teilen. Und die Besessenheit, die den LAX auch morgen wieder ein Stück sicherer machen wird.
Among the leaders of the group participating in the burn in San Bernardino is Captain Sedillos. Raised in a family of firefighters, Sedillos knew for a long time that he wanted to follow in his father’s footsteps. Back in his father’s era, firefighters didn’t have the sophisticated equipment they do now, like the three-layered suits with their names stitched in fluorescent type on the back and headscarves made of fire-retardant fabric. In the old days, you could tell a firefighter because often their ears were half-melted from excessive exposure to heat. They didn’t have breathing apparatuses or fireproof suits. They wore regular boots instead of the steel-toed kind that contemporary firefighters wear.
Two weeks later, I visit the crew back at LAX. Today, the mood is calm but ready. The times have changed, but the team Sedillos manages now remains a family. They work in shifts of 48 hours, which means that at the end of the day they’re spending a third of their lives with each other, inside the station. The firefighters take turns cooking during their weekly shifts. On this day it’s pulled pork sandwiches, fresh fruit and chocolate cake. “You can get lulled into a false sense of security because of creature comforts here,” says Sedillos. “A lot of what you’re doing is just having to be constantly prepared for the ultimate disaster.”
Flores, who played football in high school, finds comfort in the camaraderie. Barnes cracks jokes, his laughter lighting up the room, but like most everybody else here, he has saved lives, revived the dead, and cut survivors and dead alike from burning wreckage. “I wanted some and I got plenty,” says Barnes. “I’m staying here until the day I retire.” Outside, the planes come and go, the hum of jet engines fading into a pleasant background din.
Flores digs into his sandwich. “When somebody is calling us, it’s usually not just because they want to call us to say, ‘Hey, come on over and visit,’ ” he says. “It’s because they have an issue, and you get there to help them with whatever problem that they may have. It’s a good feeling.”
Guzman, one of the oldest members of the team, is ready for what might come. When Guzman talks to the younger members of the ARFF team, he often tells them that things won’t always work out the way they hope. He finds himself thinking back to that February day in 1991. “I know how important time is,” he says. “Every second really does count. Lives depend on it.” It’s a sentiment all these firefighters share. And it’s an obsession that makes LAX safe for another day.
Du hast über sie gelesen, jetzt schau sie dir in Action an: The Disaster Artists – Die Feuerwache am LAX
Leonard Sedillos, einer von mehreren Feuerwehrhauptleuten in der Station 80 am LAX
Firefighter sind harte Knaben, die weder Flammen noch Explosionen fürchten. Doch nirgendwo ist es so gefährlich wie in Los Angeles, am viertgrößten Airport der Welt. Wir haben der vielleicht besten Feuerwehreinheit der Welt beim Training zugesehen. Denn diese Jungs wissen wirklich was sie tun, wenn’s brennt.
Text: Scott Johnson
Fotos: Jim Krantz
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Sie trainieren, als ob ihr Leben davon abhängen würde, und das tut es ja auch. Wenn’s brennt, dann muss alles so effizient und automatisiert wie bei einer Maschine sein.
Firefighter Eric Johnson during a quick break while training in San Bernardino.
LAX
fire department
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Die
durchs Feuer gehen
Hersteller
ROSENBAUER
Kosten
1 Millionen US-Dollar
Material
Aluminium
Motor
750 PS
Gewicht
40 TONNEN
Höchstgeschwindigkeit
140 km/h
Höhe
3,6 Meter
Länge
ca. 12 Meter
Reifen
6
LAX-Flotte
6 TRUCKS
Feuerwehrmänner, die Platz haben
6
Besondere Features
Ein 18-Meter langer Löscharm, der die äußere Schicht eines Flugzeugs durchdringen kann
Wassertank
13,600 liter
Forever Foam
4,500 liter
Jedes der im Schnitt 1900 Flugzeuge, die pro Tag am LAX starten oder landen, fasst zigtausende Liter hochentzündlichen Düsentreibstoffs, ein vollgetankter zweistöckiger Airbus 380 sogar über 300.000 – und hat direkt daneben ein paar hundert Passagiere sitzen.
1,900
Flugzeuge starten/landen pro Tag am LAX
3,000
Hektar Fläche
60
Meter breite Landebahn
700,000
Flüge werden jährlich am LAX abgewickelt
Die Feuerwehreinheit des LAX hat eine lange Geschichte – und sie war von Anfang an ein Experimentierfeld für kühne Zukunftsideen. So setzten die ersten ARFF-Einheiten schon 1937 Hochdrucknebel zur Brandbekämpfung ein, zu jener Zeit ein revolutionäres Konzept.
„Wenn du als erfahrener Feuerwehrmann neu zu uns stößt, lernst du deinen Job nochmals von der Pike auf“, sagt Flores, der davor zwanzig Jahre lang bei der Stadtfeuerwehr von Los Angeles – durchaus wörtlich – durchs Feuer gegangen war.
Der LAX, der pro Jahr 88 Millionen Passagiere abfertigt, ist so etwas wie eine Insel innerhalb von Los Angeles, eine Stadt in der Stadt. Spezielle Markierungen unterscheiden erlaubte von verbotenen Wegen, auch das Fahrverhalten der Spezialfahrzeuge muss berücksichtigt werden: Erst am Vortag war ein Feuerwehrmann mit seinem Panther fast vom Rollfeld gerutscht, weil das untersteuernde Monstrum aus der Kurve schob. Merke: Ein Panther-Truck kann zwar auf 140 km/h beschleunigen, beherzt gelenkt aber auch schon mit 25 km/h umkippen.
Damals wie heute: Die Eliteeinheit ARFF repräsentiert so etwas wie die Champions League der Branche. Nur wer jahre- oder jahrzehntelange Erfahrung aus Stadt- und U-Bahn-Feuerwehreinheiten mitbringt, darf am 3000 Hektar großen Mikrokosmos LAX in der Top-Liga mitspielen.
Noch ein bisschen mehr Stress gefällig? Kann ein kleiner Zwischenfall am LAX nicht im Handumdrehen unter Kontrolle gebracht werden, gerät die gesamte Flugsituation in den USA und zum Teil auch weltweit aus dem Gleichgewicht. Aber nicht für Stunden. Für Tage. Dass die Feuerwehrleute trotz ihres Heldenstatus relativ unbehelligt ihrer Arbeit nachgehen können, hat einen praktischen Grund: Der beste Aussichtsplatz für Planespotters befindet sich nicht am Flughafen, sondern etwas außerhalb am Imperial Highway. Hier finden sich jeden Tag – und noch mehr jede Nacht – hunderte Flugzeugfans ein, um die Show des Tages zu beobachten.
But despite all these improvements in equipment, the ethos remains the same: duty, honor, community. Sedillos spent his childhood around his father’s station, where colleagues were family, sharing tragedies and successes alike. These days, Sedillos often finds himself pulling all-nighters
in both the “red” and “green” worlds. With his twin daughters in college, Sedillos’s overtime is helping put them through school.
Für Sicherheit am LAX zu sorgen ist kein Scherz. Er verfügt über vier Start- und Landebahnen und ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen in Amerika.
Jedes Mitglied arbeitet in Schichten von 48 Stunden, verbringt also ein Drittel seines Lebens zusammen mit den anderen auf der Wache.
The crew at Station 80 train hard to ensure they are constantly ready as more than 700,000 planes a year pass through LAX, that’s more than one departure or arrival per minute.
Wusstest du?
Wie schwer ist ein Rosenbauer Panther?
Etwa 40 Tonnen, also ungefähr 48 Mal schwerer als Max Verstappens RB16B 2021 Formel 1-Rennwagen.
Wieviele Liter Wasser kann ein Panther fassen?
Etwa 13.600. Die Tanks sind so groß, man bräuchte 48.000 Dosen Red Bull à 250 ml, um sie zu füllen.
Wie stark ist der Motor
eines Panthers?
Etwa 750 PS, ähnlich wie ein NASCAR-Rennauto.
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Kevin Steward, war seit 1998 beim Los Angeles Fire Department tätig. Nur Feuerwehrleute mit langjähriger Erfahrung werden in das Eliteteam am LAX aufgenommen.
„Ich wollte was erleben, und das habe ich bis zum Überfluss“, sagt Barnes, „aber ich bleibe hier bis zu meinem letzten Arbeitstag.“
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Flugzeuge
Für Sicherheit am LAX zu sorgen ist kein Scherz. Er verfügt über vier Start- und Landebahnen und ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen in Amerika.
The ARFF squad trains obsessively for the disaster they hope never strikes at LAX. But if it does, they’ll be ready.
Die Feuerwehrleute der Station 80 sind auf eine Art von Einsätzen spezialisiert: den Schutz der rund 700.000 Flugzeuge, die jedes Jahr den LAX passieren.
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Flugzeuge
IM SCHNITT HABEN DIE FEUERWEHRLEUTE 90 Sekunden ZEIT, BEVOR EIN BRAND IM FLUGZEUG DEN GESAMTEN VORHANDENEN SAUERSTOFF ZUM ATMEN VERBRAUCHT HAT.
