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Alpbachtal
Das Alpbachtal ist im Winter besonders beliebt bei Skifahrern. Aber wie ist es im Sommer? Lohnen sich die Wanderwege? Ist es besser als andere Täler in Tirol, in denen ich bereits Urlaub gemacht habe? Ich möchte es herausfinden und mit meinem Bruder Simon ein paar aktive Tage dort verbringen. Die Freudinnen sind dabei und gleich überzeugt von unserem Vorhaben.
Also steigen wir etwas tiefer ein in die Recherche: nur eine Autostunde von unserer Heimat Rosenheim weg. Klingt schon mal sehr gut. Ich frage mich, wieso ich eigentlich bisher nur für Wintersport dort war. Idyllische Bergtouren soll es geben, angenehm temperierte Badeseen mit Alpenpanorama, das schönste Dorf Österreichs und besonders leckere regionale Produkte. Genau, was ich will. Also ab ins Alpbachtal!
Etwas mehr als eine Stunde dauert unsere Anreise mit dem Auto. Von oben bis unten ist der Wagen voll mit Wander- und Badeklamotten. Mein Bruder Simon, seine Freundin Lisa und meine Freundin Lou sind genauso motiviert wie ich. Als wir die A93 Richtung Kufstein entlangfahren, können wir es kaum erwarten, unsere Bergschuhe zu schnüren. Um im Hotel einzuchecken, ist es noch zu früh, deshalb geht es direkt los mit der ersten Tour. Wir haben uns für die 1899 Meter hohe Gratlspitze entschieden. Nicht der höchste Gipfel im Alpbachtal, aber immer noch deutlich höher als alle deutschen Berge außerhalb der Alpen. Besonders aussichtsreich und nur mittelschwer sollen die rund 1000 Höhenmeter sein.
Die Gehzeit wird mit 4 bis 5 Stunden angegeben. Gut machbar, wenn man um 8:30 Uhr am Parkplatz Holzalm losmarschiert. Das Wetter ist perfekt: nicht zu heiß, leicht bewölkt. Am Gipfel werden unsere Erwartungen mehr als erfüllt: Das Inntal, das Rofangebirge und Teile des Zillertals lassen sich von hier oben bestaunen. Etwas abseits des Holzkreuzes legen wir uns ins Gras. Eine leichte Brise weht über die Haut, es riecht nach Alpen-Thymian und Scharfgarbe. Über uns segelt ein Steinadler, auf meinem ausgestreckten Bein landet eine freche Alpendohle und beäugt mich.
In Zusammenarbeit mit:
500 Kilometer Wanderwege
Speisen auf Tiroler Art
© Tirol Werbung_Haindl Ramon
Ehe wir uns versehen, haben wir 2 Stunden auf rund 1900 Metern entspannt. Wohl wissend, dass das heute nur ein paar der rund 500 Kilometer an Wanderwegen waren. Die Region ist mit dem österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet. Die Wege sind bestens ausgeschildert und werden regelmäßig instand gehalten. Für Groß und Klein, Alt und Jung sind hier leichte, mittlere und schwierige Touren dabei. Mein Bruder findet: „Diese Ruhe, der weite Ausblick und die duftenden Wildkräuter: Hier ist es ja im Sommer noch cooler als im Winter.“ Von den Käsebroten gestärkt, treten wir den Abstieg durch den dichten Fichtenwald an. Ein paar Brotkrumen hat auch der freche Vogel abbekommen. Auf dem Weg kommt uns eine Familie mit zwei Kindern entgegen. Ich schätze die Sprösslinge auf unter zwölf Jahre und bin beeindruckt, dass sie schon so viel marschieren.
Nach einem kurzen Gespräch wissen wir, dass die vier aus Bayern kommen und ebenfalls ihren Urlaub im Alpbachtal verbringen. „Weil man hier als Familie mit den Kids einfach so viel machen kann“, erzählt uns der Vater. Und in der Tat gibt es extra für Kinder Bergerlebniswelten wie das Lauserland, eine Alpbachtaler Schatzkarte, ausgewiesene Familienwanderungen und Ferienprogramme wie den Juppi Zauberwald. Ein Großteil der Angebote ist durch die Alpbachtal Card im Sommer gratis.
Heute soll es besonders heiß werden. Über 30 Grad sind angesagt. Das ist zwar in den Tiroler Alpentälern seltener als im Flachland, doch auch hier gibt es bisweilen Hitzetage. Das Motto lautet also: möglichst viel Erfrischung und gleichzeitig Neues entdecken. Unser Plan ist es, eine Wanderung in der Kaiserklamm zu machen und anschließend an den Reintalersee zu fahren. Dort wollen wir entweder den Resttag baden und uns brutzeln lassen oder 30 Minuten zum ruhigen Berglsteinersee im Wald spazieren.
Am Klammparkplatz angekommen, marschiert die Bergsteigerfamilie der gestrigen Tour auf die Gratlspitze an uns vorbei. „Ah servus, braucht ihr heute auch ein bisserl Abkühlung“, ruft der Vater. Die vier haben die Kaiserklamm bereits durchwandert. Sie hat ihnen besonders gut gefallen, ist sie doch etwas ruhiger als Kundler Klamm und Tiefenbachklamm, die anderen beiden im Alpbachtal. Im Gegensatz zu vielen anderen Klammen in Österreich, die ich schon besucht habe, kosten alle drei keinen Eintritt.
Warum wir denn heute so spät dran sind, will die Mutter nun von uns wissen. „Tja, das Frühstück war einfach so gut“, antworte ich und lache. Dann geht es los in die Klamm: Der mit einem Geländer gesicherte Weg führt entlang der Brandenberger Ache, vorbei an steilen Felswänden. In den weitläufigeren Bereichen direkt am Wasser legen wir immer wieder kurze Pausen ein. Angenehm kühl ist es hier, bestimmt zehn Grad weniger als in der Sonne.
Gut zwei Stunden später sind wir wieder am Auto angekommen. Das steht leider in der prallen Sonne und die Luft daneben flimmert förmlich. Also Fenster auf und ab an den 16 Kilometer entfernten Reintalersee. Mit unserer Alpbach Card ist der Eintritt ins Strandbad kostenlos. Und Parkplätze gibt es rund um das Gewässer auch genügend. Knapp über 20 Grad dürfte der See haben. Eine angenehme Erfrischung, aber nicht zu kalt. Auf der anderen Seite der Liegewiese glaube ich die bayrische Familie mit den zwei Kindern zu erspähen, die schon fleißig im Wasser planschen.
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Bergtourentipps von leicht bis schwer
Gratlspitze (1899 Meter)
Start vom Parkplatz Holzalm
Rund 1000 Höhenmeter
4 bis 5 Stunden Gehzeit für Auf- und Abstieg
Gut zu wissen ...
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Wie finde ich die richtige Unterkunft?
Die Auswahl an Unterkünften im Alpbachtal ist groß: von rustikalen Bauernhöfen über Wellnesshotels und Pensionen bis hin zu Ferienwohnungen & -häusern. Vor der Buchung ist es ratsam, sich zu überlegen, worauf man am meisten Wert legt.
Inklusivleistungen mit der Alpbachtal Card
Unbegrenzte Fahrten mit den Sommerbergbahnen sind mit der Alpbachtal Card möglich. Außerdem der Regiobus sowie Eintritte in Museen, Badeseen, Schwimmbäder und zu Kulturführungen. Rabatte für das wöchentlich wechselnde Erlebnisprogramm sind ebenfalls inkludiert. Die Karte wird beim Check-in in der Unterkunft ausgestellt. Eine Mindestaufenthaltsdauer gibt es nicht.
Der Sonnenaufgang in der Wüste nur wenige Stunden später ist ebenfalls sensationell. So majestätisch wie beiläufig erobert die Sonne den Himmel. Als ob sie mir sagen wolle: „Ja, du staunst, aber für mich ist das ein Kinderspiel.“
Für ganz Marokko scheint es ohnehin ein Kinderspiel zu sein, Besucher restlos zu begeistern. Denn Marokko ist ein Abenteuerland, Märchenland, Fünf-Sterne-Paradies und ein El Dorado für Surfer. Das beste Essen, die schönsten Geschichten und ein Rendezvous mit dem Weltall, für das mir auch jetzt noch die richtigen Worte fehlen. Hier findet jeder, was er sucht – und noch so viel mehr.
Ich verstaue meine Stadthitze-tauglichen Schlupfhosen, meinen Badeanzug und meine Wanderstiefel im Koffer für den kurzen Flug zurück nach Casablanca und weiter nach Deutschland. Was wird mich wohl erneut nach Marokko locken? Der Charme Casablancas? Die Magie Marrakeschs? Das Klima an der Küste oder die Wunder der Wüste? Was es auch sein wird, ich weiß: Ich komme wieder.
Ab ans Wasser
©ONMT
Direkt auf den Gipfel
Am Nachmittag steht der Jardin Majorelle auf meinem Programm, ein zauberhafter Garten mit opulenten Kakteen und anderen exotischen Pflanzen. Die maurisch inspirierten Art-déco-Gebäude sind in kräftigen Farben gestrichen. 1980 kaufte Yves Saint Laurent das Gelände. Seine Werke werden im benachbarten Museum ausgestellt. Auf breiten Boulevards spaziere ich durch das moderne Marrakesch. Sandfarbene Kuppelgebäude, zweckmäßige Hochhäuser, ein repräsentativer Bahnhof und natürlich McDonald's – hier gibt es mindestens so viel zu sehen wie rund um den Marktplatz.
Den Abend beschließe ich luxuriös: Nach einer kurzen Verschnaufpause und einer Dusche in meinem Riad geselle ich mich im Sommerkleid unter die Reichen und Schönen in einem von Marrakeschs Fünf-Sterne-Hotels. Bei einem Glas Champagner sitze ich an der Rooftop-Bar zwischen Touristen und Einheimischen. Während die Abenddämmerung das Altstadtpanorama in unzählige Schattierungen von Rot und Orange taucht, freue ich mich auf die nächste Etappe meiner Reise.
Im Hotel eingecheckt, zieht es meine Freundin und mich direkt auf den Balkon im Zimmer. Unglaublich, dass wir diesen tollen Blick auf die Berge für die nächsten Tage haben werden. Wenn ich nicht so hungrig wäre, könnte ich hier noch stundenlang sitzen und staunen. Unsere Unterkunft ist in einem alten Bauernhaus untergebracht und inhabergeführt wie alle Hotels in der Region. Die meisten haben weniger als 50 Zimmer. Insgesamt ist das Alpbachtal ein echter Geheimtipp: So werden hier im Schnitt pro Sommer rund halb so viele Übernachtungen gezählt wie im benachbarten Zillertal. Die Atmosphäre vor Ort ist für uns daher ab der ersten Minute familiär. Das merken wir schon an der Freundlichkeit der Mitarbeiterin, die uns das Zimmer gezeigt hat. „Bei uns in da Stubn gibt’s fei a a guats Essn“, erzählte sie mit Blick auf unsere nahrungsbedürftigen Gesichtsausdrücke.
45 Minuten später sitzen wir frisch geduscht am Vierertisch auf der Terrasse der Wirtsstube unseres Hotels und blicken hoffnungsvoll auf die Speisekarte.
Nach langem Überlegen bestelle ich einen Bauernradieschensalat, eine Kaspressknödelsuppe und ein Forellenfilet aus dem Bergbach. Meine Freundin wählt einen Krautsalat und Tiroler Gröstl aus Bratkartoffeln, Rindfleisch und Spiegelei. Simon und Lisa entscheiden sich für Käsespätzle mit gemischtem Salat. Die Zutaten kommen fast alle aus der Region, lässt die Kellnerin uns stolz wissen. Kräuter stammen aus dem Hotelgarten. Die hohe Dichte an produzierenden Bauern im Alpbachtal sorgt für eine große Vielfalt an regionalen Produkten in hoher Qualität.
Entsprechend schwärmen mein Bruder und Lisa vom tollen Heumilchkäse auf ihren Spätzle und Lou lobt das zarte Rindfleisch und die guten Eier. Meine Forelle ist ebenfalls super. Als Nachspeise bestellen wir uns eine lokale Spezialität: Brandenberger Prügeltorte. Anders als der Name es vermuten lässt, ist die Nascherei aus der Region innen zart, saftig und leicht weich mit einer knusprigen Karamell- oder Zuckerkruste außen. Zum Abschluss des Tages geht es eine Runde in die Sauna, ehe wir hundemüde ins Bett unseres nach Nadelholz duftenden Zimmers fallen.
Familiäre Hotels mit feiner Küche
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Ähnlich wie Tajine ist auch Harira ein Traditionsgericht in Marokko. Die Suppe auf Tomatenbasis mit Gewürzen, Kräutern und Hülsenfrüchten wird gern während des Ramadan zum abendlichen Fastenbrechen serviert. In vielen Restaurants steht sie zudem in einem großen Topf mitten unter den Gästen. Sehr praktisch. So muss keiner lange auf das köstliche Gericht warten.
Nach zwei Tagen am Strand will ich wieder etwas unternehmen. Nicht weit vom Meer und dem feinen Sand gibt es spannende Ziele für Tagesausflüge. Imsouane nördlich Agadir ist etwa ein traditionelles Fischerdorf. Seit einigen Jahren haben zudem junge Sportler den Ort für sich entdeckt. Bei einem frisch gegrillten Fisch am Hafen schweift mein Blick zwischen dem modernen Equipment der Longboarder und den alten blauen Holzschiffen auf See hin und her.
Von der Klamm zum See
Nach einer Stunde wird uns das Rumliegen auf der Wiese etwas zu langweilig. Zum Glück wissen wir, dass nur knapp 30 Minuten Fußmarsch entfernt der Berglsteinersee liegt, ganz idyllisch in einem Mischwald aus Buchen und Nadelbäumen. Den wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Dort angekommen, fällt unser Blick sofort auf ein uriges Holzhäuschen direkt am Wasser. „Das wäre mein Traumferienhaus“, sagt mein Bruder Simon. Wenige Meter entfernt machen wir es uns auf dem Steg bequem, lassen die Füße ins Wasser baumeln und genießen den Bergblick. „Auch nicht verkehrt“, denke ich mir. Deutlich ruhiger als am Reintalersee ist es hier und die Wassertemperatur des Natursees ist etwas frischer. Ich schwimme eine Bahn und lausche dem Zwitschern von Amseln und Rotkehlchen.
Noch ruhiger wäre es vermutlich am Zireiner See. Ein klassischer Bergsee auf 1800 Metern Höhe im Rofangebirge. Bei Google Maps haben wir vor unserer Reise ein paar Bilder davon gesehen.
Reither Kogel (1336 Meter)
Start von der Bergstation auf 1110 Metern
Von dort rund 200 Höhenmeter
Alternativ Start an der Talstation
Von dort 3,5 bis 4,5 Stunden Gehzeit
Wiedersberger Horn (2127 Meter)
Start von der Bergstation der Seilbahn
Von dort rund 300 Höhenmeter
Kinderspielplatz Lauserland am Gipfel
Tolle Panoramawanderwege
Der Sonnenaufgang in der Wüste nur wenige Stunden später ist ebenfalls sensationell. So majestätisch wie beiläufig erobert die Sonne den Himmel. Als ob sie mir sagen wolle: „Ja, du staunst, aber für mich ist das ein Kinderspiel.“
Für ganz Marokko scheint es ohnehin ein Kinderspiel zu sein, Besucher restlos zu begeistern. Denn Marokko ist ein Abenteuerland, Märchenland, Fünf-Sterne-Paradies und ein El Dorado für Surfer. Das beste Essen, die schönsten Geschichten und ein Rendezvous mit dem Weltall, für das mir auch jetzt noch die richtigen Worte fehlen. Hier findet jeder, was er sucht – und noch so viel mehr.
Ich verstaue meine Stadthitze-tauglichen Schlupfhosen, meinen Badeanzug und meine Wanderstiefel im Koffer für den kurzen Flug zurück nach Casablanca und weiter nach Deutschland. Was wird mich wohl erneut nach Marokko locken? Der Charme Casablancas? Die Magie Marrakeschs? Das Klima an der Küste oder die Wunder der Wüste? Was es auch sein wird, ich weiß: Ich komme wieder.
Der Sonne hinterher
Da der Sonnenaufgang so schön war, wollen wir mehr davon. Doch leider müssen wir heute heimfahren. „Lass uns einfach abends noch auf einem anderen Gipfel den Sonnenuntergang anschauen“, schlägt mein Bruder Simon vor. Ich bringe den Plessenberg ins Spiel. Der ist vom Parkplatz Pumphaus gut zu erreichen und bietet beste Sicht nach Westen. Eine Wegbeschreibung finden wir online. Knapp 1,5 Stunden sollen die etwa 600 Höhenmeter zum Gipfel des Plessenbergs dauern, wenn man die beiden anderen Berge der Drei-Gipfel-Tour (Kienberg & Heuberg) weglässt.
Gut, dass wir uns noch beim Bäcker mit Brotzeit eingedeckt haben. Die lassen wir uns während der Pause an der unbewirtschafteten Jocheralm schmecken. 1507 von 1743 Metern sind hier schon erreicht. Am Gipfel fällt uns direkt das Metallkreuz in Silber und Gold auf. Vor der Dunkelheit verewigen wir uns im Gipfelbuch. Die Sonne versinkt langsam hinter Rofan- und Karwendelgebirge und färbt den Himmel in herrlichen Orange- und Purpurtönen.
Auf der Rückfahrt nach Rosenheim sind wir uns alle einig: „Nächstes Jahr müssen wir wieder ins Alpbachtal!“
Von der Bergstation müssen wir knapp 40 Minuten zum Gipfel marschieren. Mit nur ein paar gepflückten Wildheidelbeeren als Frühstück fühlt sich der Weg wie das letzte Stück zum Gipfel des Mount Everest an. Zu Beginn brauchen wir sogar noch unsere Stirnlampen, um nicht zu stolpern. Doch spätestens, als sich das Morgenrot am Himmel zeigt, befinden wir vier unseren Frühstart für äußerst lohnenswert. „Einer der schönsten Sonnenaufgänge, die ich je gesehen habe“, schwärmt Lisa, während sie ihre Handykamera richtig positioniert. Ein Schnappschuss fürs Leben.
In Gedanken sind wir aber alle schon beim nahenden Frühstück. Das haben wir am Vortag online gebucht. Dafür müssen wir zurück nach unten fahren und um 9 Uhr an der Talstation wieder in die Gondel der Wiedersberger-Horn-Bahn steigen. Die wird vom Personal mit allerlei Leckereien befüllt. Ein Bergfrühstück in der Genussgondel hat uns direkt überzeugt. Kaffee, Orangensaft, ein Holzbrett mit Schinken, Kaminwurzen, Käse, Trauben, Brot, Butter, Aufstriche, gekochte Eier, süßes Gebäck ... all das in einer Seilbahn zu sehen, wirkt fast surreal. Genauso, wie es während der Fahrt nach oben mit Blick auf die Alpen zu verspeisen. „Regionalität steht im Alpbachtal an erster Stelle“, liest Simon von der Website über die Lebensmittel vor.
Für unseren letzten Urlaubstag haben wir uns sowohl kulinarisch als auch landschaftlich etwas vorgenommen: Sonnenaufgang am Berg, Frühstück in der Gondel und abends Sonnenuntergang auf dem Gipfel. Ganz leicht zu planen war das nicht. Doch im Alpbachtal ist es möglich. Der letzte Tag soll schließlich ein Highlight werden.
Um 3:30 Uhr klingelt der Wecker. Vollkommen müde stelle ich ihn reflexartig aus und stehe auf. In den Tiroler Sommerferien von Mitte Juli bis Mitte September findet jeden zweiten Donnerstag am Wiedersberger Horn eine Fahrt mit der Seilbahn zum Sonnenaufgang statt. Heute startet die Bahn um 4:45 Uhr. Und wir müssen ja auch noch zur Talstation fahren. Also kurz recken und strecken, einmal die Arme kreisen, Klamotten an und ab ins Auto. Wenigstens sehen die anderen drei genauso kaffeebedürftig aus wie ich. Kaum zu glauben, dass noch ein gutes Dutzend weitere Leute sich so früh aus dem Bett gequält hat. Die 23 € pro Person zahlen wir gerne an der Kasse für das Erlebnis.
Besondere Seilbahnfahrten
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Großer Galtenberg (2424 Meter)
Höchster Berg im Alpbachtal
Start vom Parkplatz Inneralpbach
Rund 1300 Höhenmeter
5 bis 7 Stunden Gehzeit
Bevor wir ins Hotel fahren, wünscht sich meine Lou einen Zwischenhalt in Alpbach. Laut Medien wie der Zeitung WELT ist es das schönste Dorf Österreichs. Außerdem wurde es als schönstes Blumendorf Europas ausgezeichnet. Im Zentrum angekommen, blicken wir auf die Gratlspitze, die wir heute erklommen haben. „Diese urigen Holzhäuser mit den blühenden Geranien auf den Balkonen sind der Wahnsinn“, schwärmt Lou, während wir durch die Straßen schlendern. Helles Steinmauerwerk im Erdgeschoss, dunkle Holzverschalung darüber, rundherum bunte Blumen: Als wir die Architektur bestaunen, ruft uns eine einheimische Dame aus dem geöffneten Fenster ein freundliches „Griaß enk“ zu.
Langsam werden die Beine müde und der Magen knurrt. Es wird Zeit, an die Regeneration zu denken: Sauna, Dehnen und natürlich ein reichhaltiges Abendessen auf Tiroler Art. Nichts wie ins Hotel. Da uns die Architektur und die ruhige Atmosphäre in Alpbach aber so gefallen hat, denken wir schon an künftige Ortsbesichtigungen. Acht weitere Dörfer und die kleinste Stadt Österreichs, Rattenberg, stehen zur Wahl. Letztere hat weniger als 500 Einwohnern und war früher eine wichtige Handelsstadt am Inn. Als sehenswert gelten die Altstadt und die Glasbläsereien. Hier könnten wir für unsere Eltern Tierfiguren, Vasen oder Krüge aus Kristallglas kaufen.
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