Riesling | Entdeckungen | Ruheorte | KulturSOMMER | Veranstaltungen
Wiesbaden & der Rheingau
Zwischen Stadtflair und Rebenmeer
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Riesling gilt unter Kennern als die „Königin der Reben“ – und im Rheingau zeigt sie ihre ganze Bandbreite. Auf fast 80 Prozent der Anbaufläche wächst die Rebsorte. Bekannt ist sie für ihre fruchtigen Aromen und die prägnante Säure. Je nach Lage und Reifegrad schmeckt sie nach Zitrus, Apfel, Pfirsich, Aprikose oder Honig. Im Rheingau entstehen aus der Traube trockene Weine, Schaumweine und Eisweine.
Am besten probieren lässt sich Riesling direkt dort, wo der Wein entsteht. Zahlreiche Winzerinnen und Winzer betreiben Weinprobierstände – mitten in den Weinbergen oder mit Blick auf den Rhein. Auch in Wiesbaden ist der Wein präsent. Während der Rheingauer Weinwoche im August verwandelt sich die Innenstadt rund um die Marktkirche in die längste Weintheke der Welt. Mehr als 100 Wein- und Sektgüter präsentieren dort ihre Kreationen.
© Marcel Waldmann @WICM
Riesling
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Wer moderne Vinotheken sucht, wird in der Wiesbadener Mauergasse fündig, etwa bei Laquai oder Balthasar Ress. Rund um Nerostraße und Obere Webergasse befinden sich die Weinbars nero22, Weinod oder Wine in the Hood. Noch näher an die Reben geht es im Rheingau. Hier blicken Sie bei einer Verkostung direkt auf die Weinberge. Etwa in den Vinotheken von Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads, Balthasar Ress oder Offenstein Erben.
Schloss Johannisberg gilt als das erste Riesling-Weingut der Welt. Das traditionsreiche Weingut zählt heute zu den bekanntesten Zielen für Weintourismus in Europa. Mitten durch den Weinberg verläuft der 50. Breitengrad – die ideale geografische Lage für Riesling. Große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen hier für besonders aromatische Trauben. Zudem gilt Schloss Johannisberg als Entdeckungsort der Spätlese.
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Kultursommer
Ruheorte
Kulturell zeigt sich Wiesbaden vielseitig. Museen und Galerien prägen das Stadtbild ebenso wie ein dichtes Veranstaltungsprogramm in Theatern und Kleinkunstbühnen. Im Museum Reinhard Ernst ist noch bis Oktober 2026 die Ausstellung Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau! zu sehen. Sie präsentiert die großformatigen, farbintensiven Werken des österreichischen Malers. Das Museum Wiesbaden widmet sich ab Ende Oktober den Blauen Reiterinnen. Diese Künstlerinnen haben das Umfeld der expressionistischen Bewegung geprägt.
Unter dem Titel Couleur vivante startet zudem im November ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Museums Reinhard Ernst, des Museums Wiesbaden und des Nassauischen Kunstvereins. Es dreht sich rund um Farbe, Wahrnehmung und zeitgenössische Kunst. Auch das Kurhaus zählt zu den Treffpunkten der Stadt. In dem historischen Gebäude finden regelmäßig Konzerte statt.
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Zu den Höhepunkten des Sommers zählt das Rheingau Musik Festival. Seit 1987 bringt es internationale Künstlerinnen und Künstler in die Region. Es gehört heute zu den größten Musikfestivals Europas. Zwischen Juni und September finden Konzerte an außergewöhnlichen Spielorten statt – darunter Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads, Kloster Eberbach, das Kurhaus Wiesbaden oder die Konzertmuschel im Kurpark. Neben klassischer Musik stehen auch Jazz, Pop, Kabarett und Literatur auf dem Programm. Die Verbindung aus hochkarätigen Konzerten und historischen Spielstätten macht den besonderen Reiz des Festivals aus.
Mit den Newslettern aus Wiesbaden und dem Rheingau verpassen Sie kein Highlight. Karten für Erlebnisse in der Region buchen Sie ganz bequem online.
Zwischen Weinbergen, Rhein und historischen Orten fällt das Abschalten leicht. Dabei geht es weniger um klassischen Wellnessluxus als um Ruhe, Natur und entschleunigte Genussmomente.
Besonders gut zu erleben ist dies etwa im Kloster Eberbach, einst Heimat der Zisterziensermönche. Neben dem renommierten Weingut gehören heute auch eine Vinothek, die Klosterschänke und ein Hotel dazu. Das Entspannungsangebot reicht von Schlenderweinproben über Kerzenführungen bis hin zu Yoga in den historischen Klostergemäuern.
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Veranstaltungen
Aktuelle Angebote
Nur wenige Regionen verbinden so mühelos urbanen Charme mit ländlicher Idylle wie Wiesbaden und der Rheingau. Die Straßen der hessischen Landeshauptstadt und die Weinberge der Region liegen hier nah beieinander. Trotz dieser Nähe zur Natur ist die Region gut angebunden und über Frankfurt bequem mit der Bahn erreichbar.
Wiesbaden steht für Architektur, kurze Wege und Kultur. Für Highlights des Jugendstils und Klassizismus. Der Rheingau steht für kleine Orte und weite Ausblicke. Ein Idyll mit beeindruckenden Burgen, Schlössern, Klöstern und Kirchen. Es ist eines der kleineren Weinbaugebiete Deutschlands und die Heimatregion des Rieslings.
Ob für ein Wochenende oder mehrere Tage – eine Reise in die Region lohnt sich.
Hoch über den Weinbergen bei Rüdesheim besuchen Sie die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard. 32 Nonnen leben und arbeiten hier. Zum Kloster gehören ein eigenes Weingut, ein inklusives Café, Kunstwerkstätten, ein Klosterladen mit Vinothek und ein Gästehaus für stille Auszeiten. Verbunden werden beide Klöster übrigens durch den Rheingauer Klostersteig, der 2026 sein zehnjähriges Jubiläum feiert.
Auch moderne Rückzugsorte setzen auf Natur und Entschleunigung. Das familiengeführte Hotel Alte Bauernschänke in Assmannshausen setzt auch im Wellnessbereich auf die Kraft der Traube. Diese kommt hier in Sauna und Kosmetik zum Einstaz. Direkt am Rhein in Oestrich-Winkel verbindet das Näglers Fine Lounge Hotel Spa-Angebote wie Traubenkernpeelings, Massagen und Sauna mit der ruhigen Lage am Wasser.
© Roman Knie @HA Hessen Tourismus
Wer in der Stadt entspannen möchte, besucht die Thermalbäder. Die heißen Quellen prägen Wiesbaden schon seit der Römerzeit. Schon damals entstand hier unter dem Namen „Aquae Mattiacorum“ einer der ältesten Kurorte Europas. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Wiesbaden dann zur mondänen Kurstadt, in der Gäste wie Johann Wolfgang von Goethe oder Richard Wagner Erholung suchten.
Bis heute nutzt die Kaiser-Friedrich-Therme das mineralhaltige Thermalwasser der Stadt. Das Jugendstilbad wurde auf den Resten eines römischen Badehauses erbaut und verbindet historische Architektur mit Saunen und Dampfbädern. Moderner geht es im Thermalbad Aukammtal zu, das ebenfalls von den heißen Quellen Wiesbadens gespeist wird. Wie ein grünes Band zieht sich der Kurpark quer durchs Quellenviertel. Infos zur Entstehung des Parks erhalten Gäste bei der öffentlichen Themenführung „Natürlich Wiesbaden“.
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Im Rheingau und in Wiesbaden reiht sich durchs Jahr ein Festival ans nächste.
Festivals
und
Events
Den Auftakt macht das Rheingau Gourmet & Wein Festival: Im Februar und März kommen internationale Spitzenköche und Winzer zusammen.
Ende April und Anfang Mai folgen die Rheingauer Schlemmerwochen. Straußwirtschaften, Vinotheken und Weingüter öffnen dann ihre Türen.
Es folgen die Internationalen Maifestspiele am Wiesbadener Staatstheater. Ebenfalls im Frühjahr findet am Biebricher Schloss die Fête Terroir statt.
Im
Frühling
Im
Sommer
Anfang November stehen die „Glorreichen Rheingau Tage“ im Zeichen regionaler Küche und Weine. „Der November ist schön“ bringt im gesamten Monat Kultur, Genuss und Veranstaltungen in die Region.
Zum Jahresende lohnt sich ein Besuch auf dem Rüdesheimer Weihnachtsmarkt der Nationen oder dem Sternschnuppenmarkt vor dem Wiesbadener Rathaus.
Im Herbst und
Winter
Im Juni verwandelt das Theatrium die Wilhelmstraße in ein großes Straßenfest mit Bühnenprogramm und Gastronomie.
Highlight der heißen Jahreszeit ist das Rheingau Musik Festival, das bis in den September andauert.
Ende August und Anfang September zieht die Rheingauer Weinwoche zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Wiesbadener Innenstadt.
Entdeckungen
Zu den beliebtesten Ausflugszielen im Rheingau zählt das Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim.
Es ist durch eine kurze Wanderung ab Rüdesheim oder bequem per Seilbahn zu erreichen. Panoramablicke auf Weinberge, Rhein und das Mittelrheintal sind inklusive.
Wer anschließend noch etwas Zeit mitbringt, bestellt in Rüdesheim einen klassischen „Rüdesheimer Kaffee“. Die regionale Spezialität aus Kaffee und Weinbrand wird mit Schlagsahne verziert.
Ihre Tickets für die Seilbahn können Sie im Voraus buchen.
In Rüdesheim lässt sich über den Reben schweben. Die Seilbahn führt hinauf zum Niederwalddenkmal und eröffnet weite Blicke über das Rheintal und die Weinberge. Wer die Region zu Fuß erkunden möchte, findet Wanderwege durch Wälder und Weinberge sowie entlang des Rheins. Die bekanntesten Wanderwege sind die 14 Riesling-Schleifen. Jede ist 4 bis 8 Kilometer lang. Ebenfalls empfehlenswert: der Rheinsteig, Klostersteig und die Wisper Trails.
Der Neroberg ist Wiesbadens Hausberg – 245 Meter hoch und von Rebstöcken umgeben. Im Sommer treffen sich die Wiesbadener hier zum Picknick oder auf einen kühlen Drink im Château Nero. Im Winter wärmt sie ein Glas Glühwein beim Panoramablick ins Tal. Noch ein paar Meter höher hinaus geht es im Kletterwald auf dem Neroberg.
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Zwischen Flörsheim am Main und Lorch am Rhein führen 14 sogenannte Riesling-Schleifen durch die Region. Die Rundwege sind zwischen vier und acht Kilometer lang.
Jede Route widmet sich einem eigenen Thema rund um Riesling, Weinbau und Kulturlandschaft. Ihre Namen – etwa „Kräuter und Blumen“ oder „Wein und Victoria“ – geben einen Vorgeschmack auf die Geschichten entlang der Wege.
So geht es etwa um das besondere Klima des Rheingaus. Oder um die Frage, warum ein Wein aus dem Rauenthaler Baiken einst als bester Wein der Welt galt.
Im Sommer wird der Rhein zwischen Bingen und Rüdesheim zur Freiluftbühne. Schiffe ziehen durch das Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal, darüber leuchten Feuerwerke. „Rhein in Flammen“ gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen der Region.
Das Obere Mittelrheintal wurde 2002 als Unesco-Welterbe ausgezeichnet. Ausschlaggebend waren die außergewöhnliche Kulturlandschaft mit ihren Burgen, Weinbergen und historischen Orten entlang des Rheins. Während „Rhein in Flammen“ lässt sich diese Kulisse vom Wasser aus erleben.
Zwischen Weinbergen und Rhein wird gerne gefeiert. Weinfeste gehören seit Jahrhunderten zur Kultur des Rheingaus. Von kleinen Ortsfesten bis zur Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden stehen dabei regionale Weine, gutes Essen und gesellige Sommerabende im Mittelpunkt. Wer seinen Besuch planen möchte, findet weitere Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen im Eventkalender der Region.
© Georg Starck
© Florian Trykowski @WICM
© Roman Knie @HA Hessen Tourismus
© Roger Richter @WICM
© Fouad Vollmer @Werbeagentur für Hessichen Heilbäderverband e.V.
© Moritz Nagel@RTKT
© Isabela Pacini@plazy
© Filmagentur Rheingau_Woody T. Herner
© Roman Knie @HA Hessen Tourismus
© David Vasicek @ WICM
© Roman Knie @HA Hessen Tourismus
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© Filmagentur Rheingau Woody T. Herner
© Roman Knie @HA Hessen Tourismus
© Roman Knie @HA Hessen Tourismus
Neben Riesling spielt auch Sekt eine wichtige Rolle in der Region. In Wiesbaden produziert das Team von Schloss Henkell seit mehr als 100 Jahren Schaumwein, in Eltville widmet sich die Rotkäppchen-Mumm-Akademie der Welt des Sekts. Dazu kommen zahlreiche Winzersekte kleinerer Betriebe wie Egert, F.B. Schönleber oder das Wein- und Sektgut Barth.
Von Flörsheim am Main über Eltville am Rhein, durch Rüdesheim und bis nach Lorch: Zwischen den einzelnen Orten liegen nur kurze Wege. So lassen sich Weinproben gut mit Wanderungen, Radtouren oder einer Schifffahrt auf dem Rhein verbinden.
Bei After-Work-Formaten wie den Wiesbadener Weinmomenten, auf einem Wine&Walk vom Glyg oder an der Bubbles Pop-Up-Bar klingt der Tag in Wiesbaden entspannt aus.
Seit 1888 bringt die Nerobergbahn Besucher auf Wiesbadens Hausberg. Die historische Standseilbahn gehört zu den wenigen wasserbetriebenen Bahnen weltweit und steht heute unter Denkmalschutz.
Rund um die Bergstation erwarten Besucher weitere Highlights wie das Opelbad mit seinem herrlichen Blick über die Stadt. Im Sommer verwandelt zudem das Improsommer-Festival den Neroberg in eine besondere Freiluftbühne.
© Jonas Werner Hohensee @RMF
Wiesbaden & der Rheingau
Zwischen Stadtflair und Rebenmeer